Begrifflichkeiten/Kennzahlenhierarchie

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Kennzahlenhierarchie


Kennzahlen können zum Einen nach ihrer Aggregationsstufe/Informationsdichte, zum Anderen nach ihrer Relevanz für verschiedene Managementebenen bzw. verschiedene Verwender differenziert werden, je nachdem welche Ziele jeweils prioritär verfolgt werden. Deshalb werden im vorliegenden Kennzahlenkatalog drei Kennzahlenstufen sowie sog. Basisgrößen verwendet. Dabei bezieht sich die Hierarchiebetrachtung entsprechend der Ausrichtung dieses Katalogs auf die immobilienspezifischen Aktivitäten der unter 8. genannten Adressaten.


Es werden unterschieden:


  • Basisgrößen sind Größen, die sich nicht weiter detaillieren lassen. Sie bilden die Datenbasis und werden i.d.R. im internen Rechnungswesen des Unternehmens erfasst. Eine Übersicht über alle in diesem Katalog verwendeten Basisgrößen und deren Verwendung ist Anlage A zu entnehmen.


  • Basiskennzahlen (alt. „Kennzahlen 1. Grades“) werden ausschließlich aus der Aggregation oder Gliederung von Basisgrößen entwickelt und haben somit eine höhere Informationsdichte als Basisgrößen.


  • Metakennzahlen (alt. „Kennzahlen 2. Grades“) beinhalten mindestens eine Basiskennzahl. Die Informationsdichte ist nochmals höher als die von Basiskennzahlen.


  • Spitzenkennzahlen (Kennzahlen 1. oder 2. Grades) sind Basis- oder Metakennzahlen, die sich durch ihre herausragende Bedeutung für Planung, Steuerung und Kontrolle der ebenenbezogenen/unternehmerischen Ziele auszeichnen. I.d.R. werden mehrere Spitzenkennzahlen gleichzeitig verwendet, um ein umfassendes Bild der interessierenden Situation zu erhalten und fundierte Entscheidungen zu treffen.


Die Relevanz von Basisgrößen, Basiskennzahlen und Metakennzahlen für die zielorientierte Planung, Steuerung und Kontrolle ist zunächst unabhängig von ihrer Aggregationsstufe bzw. Informationsdichte. So können einzelne Basisgrößen eine genauso hohe Bedeutung für die interne Steuerung eines Unternehmens haben wie höher aggregierte Kennzahlen.


Allerdings variiert die Relevanz der jeweiligen Kennzahlen[4] in Abhängigkeit von der Investmentstrategie (bei Property Companies bzw. eher returnorientierten Zielen) bzw. vom nicht immobiliaren Kerngeschäft (bei Non-Property Companies bzw. nutzungsorientierten Zielen). Zur Orientierung wird trotzdem eine diesbezügliche Einschätzung[5] vorgenommen, die für den Einzelfall situations- und unternehmensspezifisch anzupassen ist.


[4] Graphisch wird die Relevanz/Bedeutung der Kennzahl für die jeweilige Managementebene und den jeweiligen Adressaten durch die Positionierung auf einer Farbskala dargestellt (vgl. Anlage C).

[5] Die Einschätzung erfolgte durch den Arbeitskreis REIM sowie durch Befragung von Experten aus Unternehmen mit entsprechendem Kerngeschäft.


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